Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 359)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Rahel an Gustav von Brinckmann (30. November 1819)

Vor vielen Jahren [Juni 1810] war ich einmal mit ihr [Amalie v. Helvig, geb. v. Imhoff] und ihren beiden Schwestern bei Mad. Sander, wo sie mich wollte kennen lernen; ich hatte aber damals schon den Namen Robert, und so meinte sie, ich sei's nicht; ich, die dies nicht wußte, trat nicht vor, und mußte den ganzen Abend nur! mit Heinrich Kleist und Adam Müller sprechen; weil Achim Arnim und Clemens Brentano in schwarzen Teekleidern und Bestrumpfung aus Respekt vor der interessanten vornehmen Dame rempart spielten und niemand in der Hitze heranließen. Kleist, mit straßenbeschädigten Stieflen, und ich lachten heimlich in einem Winkel und amüsierten uns mit uns selbst.

(Sembdners Quelle: (Varnhagen von Ense:) Rahel. E. Buch d. Andenkens f. ihre Freunde. Bd. 2, Berlin 1834, S. 611)


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