Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 336)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Emma Körner an Professor F. B. Weber in Frankfurt a. d. Oder. Dresden, 28. November 1809

Ich habe mich sehr gefreut wie ich die bestimmte Nachricht von der Realisierung der Berliner Universität las … Ich gratuliere ihnen herzlich, lieber Cousin, daß Sie in Erwartung einer Anstellung in Berlin doch wieder einen kleinen Zirkel von Freunden in Frankfurt gefunden haben; Heinrich Kleist wird Ihnen gewiß immer mehr gefallen, je länger Sie ihn kennen werden; er hat kleine Eigenheiten in seinen Charakter die anfänglich auffallen, die aber so unumgänglich zu den ganzen Menschen gehören, daß man sich sehr bald daran gewöhnt, wenn man das große dichterische Genie, welches er besitzt, zu schätzen weiß. Wenn Sie ihm sehen, so haben Sie die Güte, ihm für sein Andenken zu danken und ihm vielmals von uns allen zu grüßen.

(Sembdners Quelle: Weber, Albrecht: Briefe der Familie Körner. Deutsche Rundschau 1878, Bd. 16, S. 116)


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