Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 301f)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


August Mahlmann an Karl August Böttiger. Leipzig, 4. April 1809

Sie schreiben mir nichts von Ramdohrs Krieg gegen die dortigen Künstler. Ich habe viel Schreibens darüber gehabt. So erbittert die Künstler sind, so zweifle ich doch keinen Augenblick an Ramdohrs guter Absicht … Seine Kunst-Ansichten mögen oft zu prosaisch sein, aber diese Prosa scheint mir jetzt, wo eine Hyper-Poesie in allen Künsten rast, ein heilsam niederschlagendes Pulver zu sein. Hartmanns Aufsatz [s. LS 300a][s. 300a] ist mit bösen, aber geistvollen Mutwillen geschrieben. Desto weniger gefällt mir der Anfang. Ich möchte den Schriftsteller sehen, dem man nicht tausend Modesprüche aufbürden könnte, wenn man einzelne Stellen seiner Schriften, aus dem Zusammenhang gerissen, nebeneinander stellt.

(Sembdners Quelle: Weiss, Hermann F.: Neuentdeckte Phöbus-Spuren. In: Zeitschr. f. Dt. Philologie 108/1989, S. 178)


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