Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 227a)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Phöbus. 1. Stück, Januar 1808

Der Engel am Grabe des Herrn

Wir enthalten uns für jetzt aller Bemerkungen über das vortreffliche Bild, welches vorstehende poetische Behandlung desselben Stoffes [durch Kleist] veranlaßt hat. Der Umriß des Hartmannischen Gemäldes, welchen wir unsern Lesern in dem gegenwärtigen Hefte mitgeteilt, bleibt, da seine Ausführung durch die Umstände sehr beschleunigt worden, weit hinter den Forderungen zurück, die wir selbst an uns machen: aber der gelungenste Umriß selbst würde nur eine schwache Vorstellung von dem einfachen und frommen Geiste geben können, der im Bilde waltet. Deshalb versprechen wir eine ausgeführte Beschreibung desselben, die uns Gelegenheit geben wird, die Natur der Malerei an dem großartigen Streben unsers Freundes zu entwickeln. Wo es irgend angeht, wird der in diesen Blättern monatlich ausgestellte Umriß durch eine poetische Darstellung des Stoffes begleitet werden, damit eine Sammlung von Beispielen vorliege, an denen, vielleicht gegen Ende des Jahres, die alte wichtige Frage: von den Grenzen der Malerei und Poesie, deutlich erörtert werden könne. [Geschah nicht.]

(Sembdners Quelle: Phöbus. E. Journal f. d. Kunst. Hrsg. v. H. v. Kleist u. Adam H. Müller. Dresden 1808 (Fotomechan. Nachdruck. Nachwort u. Kommentar v. H. Sembdner, Stuttgart 1961)


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