Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 208)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Adam Müller an Heinrich Joseph von Collin. 5. Januar 1808

Im Namen der Redaktion des Phöbus, einer Kunstunternehmung, deren anliegenden Prospektus sich Ew. Hochwohlgeboren wenigstens durch die hervorleuchtende Absicht empfehlen möge, nehme ich mir die Freiheit, Sie zu bitten, derselben Ihren Beistand zu geben.

Grade an Künstler, deren ungemeines und ernstes Bestreben, wie das Ihrige, den Beifall der edelsten Zeitgenossen erregt, und die dennoch die Kunst zu hoch achten, um ihrenthalben dem Zeitgeiste irgend zu schmeicheln, ist unsere Einladung gerichtet. Auch nur solchen kann der von aller falschen ökonomischen Beschränkung unabhängige Geist dieses Journals, und der kriegerische und doch milde Sinn wohlgefallen, den wir durch die Zusammenstellung auszudrücken trachten werden.

Hiedurch glauben wir Männer von Ihrem Geiste zu gewinnen, nicht durch die dreißig Reichstaler für den Bogen, welche als Honorar angesetzt worden, und zu deren Zahlung wir uns hierdurch verpflichten.

(Sembdners Quelle: Lederer, Max: Heinrich Joseph v. Collin und sein Kreis. Archiv f. österr. Geschichte. Bd. 109, 1921, S. 278)


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