Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 192b)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Rühle von Lilienstern an Bertuch. Dresden, 12. November 1807

Mir geht es in meinen jetzigen Verhältnissen noch immer ganz leidlich oder eigentlich ganz wohl. Der Herzog bezeugt mir seine Zufriedenheit mit meinen Anordnungen, der Prinz ist gelenkiger und lenksamer als ich erwarten durfte. Der Herzog hat gegen Müffling die Besorgnis geäußert, ob auch wohl Adam Müller, der den außermilitärischen Unterricht bei dem Prinzen übernommen hat, ihn nicht zur katholischen Religion herüberziehn dürfte. Woher mag ihm wohl diese seltsame Besorgnis eingeflößt sein! Der Lieutenant Pfuel ficht täglich mit dem Prinzen und dieser macht augenscheinliche Fortschritte, so daß ich hoffe, daß in Jahr und Tag sich die Zeichen davon in seinem äußern Sein nicht unvorteilhaft an den Tag legen sollen.

(Sembdners Quelle: Geiger, Ludwig: Aus Alt-Weimar. Mitteilungen von Zeitgenossen. Berlin 1897, S. 24-35)


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