Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 17)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Überlieferung (Bülow 1848)

Von jetzt, also vom Jahre 1787 fehlen mir alle Nachrichten über sein äußeres und inneres Leben und ich finde ihn erst im Jahre 1795 wieder, wo er, nach der Rangliste von 1796, als vierter Fähndrich in das Regiment Garde zu Fuß in Potsdam eingetreten war, um dabei den Rheinfeldzug mitzumachen. Er stellte sich in diesem Verhältnisse als ein eleganter, lebensfrischer, junger Mann dar, und zeichnete sich besonders durch ein nicht unbedeutendes, wiewohl ganz unausgebildetes Talent zur Musik aus. Ohne Noten zu kennen, komponierte er Tänze, sang augenblicklich alles nach was er hörte, spielte in einer von Offiziers zusammengesetzten Musikbande die Klarinette und zog sich, der Musik zuliebe, sogar einmal Arrest wegen einer Vernachlässigung im Dienste zu.

(Sembdners Quelle: Bülow, Eduard v.: H. v. Kleists Leben und Briefe. Berlin 1848, S. 6)


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