Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 14)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Georg Minde-Pouet, Kleists Dienstzeit (1897)

In die »Rang- und Quartier-Liste der Officiere von dem Kgl. Preußischen 2. und 3. Bataillon Garde Nr. 15«, Juni 1792 ist als 5. Gefreiter-Korporal eingetragen: Heinr. Bernt Wilhelm Dietrich [!] von Kleist. Das Alter ist falschlieh mit 16 Jahren, als Vaterland die Mittelmark angegeben. … Die Rangliste vom Juli 1792 gibt richtiger, aber immer noch falsch, das Alter mit 14 Jahren 4 Monaten an. Bis zum Dezember 1792 gehen diese Listen weiter. Von da ab fehlen sie. Der Rheinfeldzug ist daran schuld. … Das Regiment stand bereits vor dem März 1793 in der Armee. Eine Rangliste vom 28. Januar 1794 nennt Frankfurt am Main als Kantonnementsquartier … hier wird Kleist geführt als 5. Portepee-Fähnrich. Das Datum des Patents lautet ebenfalls auf den 28.J anuar 1794 … Erst am 7. Mai 1795 wurde Kleist durch den Generalmajor und Kommandeur der beiden Bataillone von Roeder zum wirklichen Fähnrich vorgeschlagen. Das Regiment stand damals, wie aus diesem Schreiben hervorgeht, in der Komthurei Lage. Das Patent erhielt er am 14. Mai 1795. Aus den Akten ist dann nur noch ersichtlich, daß das Regiment vor Juni 1796 wieder in Potsdam war. … Ein am 7. März 1797 ausgefertigtes Patent zählt alle Veränderungen im Regiment seit dem 6. Februar auf, darunter die Beförderung Kleists. Er war in der Zeit vom 6. bis zum 24. Februar zum Sekondelieutenant avanciert.

(Sembdners Quelle: Minde-Pouet, Georg: Zu H. v. Kleist. Euphorion, 1897, S. 538)


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