Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 74)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Zschokke, Vorrede zur Erzählung »Alamontade« (1841)

Die nachfolgende Erzählung ward im Winter von 1801 auf 1802 zu Bern niedergeschrieben, wo der Verfasser, zurückgezogen von öffentlichen Ämtern, seine Mußestunden einem nützlichen Zwecke widmen wollte. Durch Umgang hatte er manchen jener Heimlich-Kranken kennengelernt, und ihr inneres Leiden erfahren oder erraten, welche, umsponnen von Zweifeln, ihren Gott und ihre Lebensfreude verloren haben. Er wollte versuchen, den heiligen Glauben und den Mut der Tugend wieder in ihnen aufzurichten. Der rührende Traum einer Nacht begeisterte ihn; es war ein Engel, der an ihm vorüberschwebte, den er aber vergebens anhalten wollte.

(Sembdners Quelle: Zschokke, Heinrich: Ausgewählte Novellen und Dichtungen. 5. Aufl., Bd.1, Aarau 1841, S. 13)


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