Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 565b)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Max Ring, Erinnerungen (1898)

Da aber der Platz, auf dem die beiden Gräber sich befanden, dem Prinzen Friedrich Karl gehörte, so ersuchte ich den Präsidenten [Adam] v. Kleist, einen Verwandten des Dichters, mir die gewünschte Erlaubnis zu erwirken, was dieser auch bereitwillig tat. Zugleich erklärte sich [der Schauspieler] Dawison von freien Stücken bereit, in Berlin eine Vorlesung der »Hermannsschlacht« von Kleist zu veranstalten. Als er aber durch eine Reihe unvorhergesehener Verhältnisse verhindert wurde, sein gegebenes Versprechen zu halten, schickte er mir eine Anweisung von hundert Talern auf seinen Bankier in Dresden. Mit Hilfe dieser Summe und einiger anderen Beiträge, darunter einer namhaften Geldspende des Kleistschen Geschlechtes, wurde ich in den Stand gesetzt, die Gräber durch ein eisernes Gitter zu schützen, den ganzen Platz mit Bäumen und Blumen zu bepflanzen und das Andenken des Dichters durch einen Grabstein mit der Inschrift zu ehren: »Er lebte, litt und sang …«

(Sembdners Quelle: Ring, Max: Erinnerungen. Hrsg. v. K. E. Franzos. Bd. 2, Berlin 1898, S 185f.)


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