Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 523d)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Marie von Kleist an Friedrich Wilhelm III. (26. Dez. 1811)

Leute, die sie intime gekannt haben, schreiben mir, sie wäre eine ruhmsüchtige, eitle Närrin gewesen, die coûte que coûte Célébrität hätte erlangen wollen. - Obendrein sagen die Leute ganz bestimmt, sie habe eine gräßliche Krankheit gehabt, die ihr den ekelhaftesten Tod voraussehn ließ. [Geheimrat] Heim, der seit anderthalb Jahr nicht mehr ihr Arzt ist, und den man beschuldiget hat, diesen Umstand publik gemacht zu haben, leugnet zwar, dieses gesagt zu haben, hat aber doch der Bergen gesagt, er hätte die Krankheit dieser Frau nicht für unheilbar gehalten, so daß doch von dieser Krankheit schon damals die Rede gewesen sein muß - die in anderthalb Jahr große Fortschritte machen kann. -

(Sembdners Quelle: Merseburg: Deutsches Zentralarchiv


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