Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 518a)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Ludwig Robert an Ludwig Tieck. Karlsruhe, 22. Mai 1822

Ich kann mich des Gedankens nie erwehren, daß er noch leben würde, wenn er nicht ein paar Monate vor seinem Tode, um eine Kleinigkeit und mir großes Unrecht tuend, sich unversöhnlich von mir gewendet hätte. Er hätte dann vielleicht nie die Bekanntschaft der siechen und verschrobenen V[ogel] gemacht, oder ich hätte sie ihm wenigstens verekelt. Dies glaube ich, aber gewiß bin ich, daß er noch lebte, wenn Iffland sein Käthchen gegeben und es ihm nicht so brutal zurückgeschickt hätte. Er ist an Entmutigung und Liebebedürfnis gestorben. -

(Sembdners Quelle: Auktionskatalog Sammlung Prof. Herbert Albrecht. Erasmushaus Basel, u. Stargardt, Marburg, Mai 1991, Nr. 190)


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