Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 320)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Mitteilung einer unbekannten Freundin (1847)

Die Unterdrücker seines Vaterlandes haßte er glühend - aber die Mehrzahl seiner damaligen Landsleute verachtete er und hielt damit nicht hinter Bergen. Daß, wo von seinem Vaterlande die Rede war, er nichts anderes als das gesamte Deutschland im Sinne hatte, bewies die Antwort, die er dem damaligen, allmächtigen Minister [?] gab, in dessen Händen seine Zukunft lag. - »Sind Sie ein Schlesier?« fragte dieser. »Ich bin ein Deutscher«, entgegnete Kleist mit scharfer Betonung.

(Sembdners Quelle: (Beyer, Rudolf v.:) Heinrich v. Kleist. E. Fragment nach d. Mitteilungen e. Freundin. Der Salon, Wien 1847, H. 3, S. 70-74. (Aus Beyers Nachlaß später nochmals auszugsweise mitgeteilt v. Rudolf Schade, Tägl. Rundschau, 20. 10. 1927, Deutsche Zeitung, 1. 10. 1929))


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