Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 299a)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


F. W. B. von Ramdohr. Zeitung für die elegante Welt, 17.-21. Januar 1809

Es ist Maxime der Klugheit, seine Ruhe in literärischen Verhältnissen nicht ohne Not aufs Spiel zu setzen. Aber das Bild des Herrn Friedrich weicht von der gewöhnlichen Bahn ab; es eröffnet eine neue, mir wenigstens bisher unbekannt gebliebene Ansicht der Landschaftsmalerei; es zeugt von einem phantasiereichen gefühlvollen Künstler; es teilt die Meinung des Publikums; es macht Effekt auf den großen Haufen. …

Wie ist es möglich, den Einfluß zu verkennen, den ein jetzt herrschendes System auf Hrn. Friedrichs Komposition gehabt hat! Jener Mystizismus, der jetzt überall sich einschleicht, und aus Kunst wie aus Wissenschaft, aus Philosophie wie aus Religion, gleich einem narkotischen Dunste, uns entgegenwittert! …

(Sembdners Quelle: Zeitung für Einsiedler. In Gemeinsch. m. Cl. Brentano hrsg. v. L. A. v. Arnim. Heidelberg 1808 (Fotomechan. Nachdruck. M. e. Nachwort v. H.J essen. Stuttgart 1962))


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