Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 289c)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Varnhagen von Ense an Fouqué. Dresden, 13. Oktober 1808

Heinrich Kleist habe ich noch nicht gesehen, er ist verreist, hat mir ein freundliches Billet [vom 6. Okt.] geschickt vorher, da ich aber schon nach Leipzig hinüber war. Der Adam hat auf meine abgegebene Karte nichts getan, läßt er mich laufen, laß ich's ihn auch recht gern. Sehr leid ist mir, daß ich Pfuel nicht aufzufinden weiß, da Kleist nicht hier ist; wenn er aber, wie man glaubt, in ein paar Tagen wiederkommt, kann ich auch wohl noch Pfuel mit ihm besuchen. Kleist ist mir immer sehr lieb, so schweren Tadel ich an seinen nicht undichterischen Werken üben muß, der Adam verdirbt ihn, sie bilden ihm, sagt man, ein, daß er Shakespear sei!

(Sembdners Quelle: Rahmer, Sigismund, H. v. Kleist als Mensch und Dichter. Nach neuen Quellenforschungen. Berlin 1909, S. 138)


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