Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 276b)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Georg Reinbeck an Cotta, 1. Juli 1808

Es ist meines Bedünkens ein schlimmes Zeichen, daß der Buchhändler durch den 7. Bogen von Herrn v. Kleists Trauerspiel abgeschreckt wird, seinen Vertrag zu halten. - Entweder das Ganze taugt nichts, oder es enthält Dinge, vielleicht Anspielungen, die gefährlich werden können. Übrigens ist Hr. v. Kl. gewiß ein guter Kopf, allein - er hat das Posaunen von ihm doch bis jetzt noch nicht gerechtfertigt. - Ob neben dem Kotzebueschen Taschenbuch, das freilich eine ganz andre Tendenz hat, sich noch eins von Hr. v. Kl. halten würde? Eine Jungfrau von Orleans ist freilich immer ein Gewinn, vorzüglich im Taschenformate, aber - - Der Phöbus übrigens wird und kann sich wohl schwerlich halten.

(Sembdners Quelle: Marbach a. N.: Cotta-Archiv im Schiller-Nationalmuseum)

[Anmerkung Sembdner: »Da Cottas Zusage erst in der dritten Juli-Woche in Dresden eintraf, mußten sich die Freunde inzwischen nach anderen Möglichkeiten umsehen:« [LS 277a]]


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