Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 268)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Karl August Böttiger (Dresdner Abendzeitung, 15. Dezember 1819)

Heinrich v. Kleist … vollendete das Käthchen von Heilbronn während seines Aufenthalts in Dresden im J. 1808, las hier seine Dichtung im vertrauten Kreise mehrmals vor und ließ in einem von ihm und A. Müller in demselben Jahre hier herausgegebenen, seinem innern Vollgehalte nach viel zu wenig bekannt gewordenen Journal fur die Kunst, Phöbus (im 4. bis 9. Stücke des ersten, aber nie zum zweiten fortgeschrittenen Jahrgangs), die ersten 3 Akte ganz so, wie sie später im ganzen erschienen, als Probe abdrucken. Seine vertrauten Freunde sprachen fast alle dem regellosen, nach Goethes[1] Götz gebildeten Erzeugnis die Bühnenfähigkeit ab. … Bei seinen militärischen Streifzügen [?] durch Schwaben fand Kleist die ganze Legende von Käthchen als eine Volkssage. Er bewahrte selbst das gedruckte Flugblatt noch auf, das er auf einem Jahrmarkte gekauft hatte.

  1. In Sembdners Handexemplar korrigiert in »Göthes«

(Sembdners Quelle: Rahmer, Sigismund, H. v. Kleist als Mensch und Dichter. Nach neuen Quellenforschungen. Berlin 1909, S. 288f. – Dresdner Abendzeitung. 1819))


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