Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 263f)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Chr. G. Körner an Ernst Blümner in Leipzig. Dresden, 8. August 1808

Kleisten gebe ich noch nicht auf, nur wünschte ich ihn aus seinen Umgebungen herausreißen zu können. Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß man ihm viel sagen kann, und daß er von Natur nichts weniger als anmaßend ist. Aber er lebt unter Menschen, die ihn gerade in seinen Fehlern bewundern, und ihn gegen das Publikum zu erbittern suchen, das seine Produkte, ihrer Meinung nach, nicht zu schätzen versteht. Dies wirkt auf ihn sehr nachteilig, da er eigentlich eine weiche Natur ist.

(Sembdners Quelle: Weiss, Hermann E: Unveröffentlichte Zeugnisse zu Heinrich von Kleists Dresdener Jahren aus den Nachlässen Ernst und Heinrich Blümners. In: Euphorion 89/1995, S. 20f.)


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