Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 155a)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Rapporte vom Platz Berlin unter Befehl des Generals Hulin, Januar 1807

3./4. Jan. In Betreff der zwei preußischen Offiziere, die sich in Berlin befanden, ergibt sich aus den Nachforschungen, die ich auf Ihren Befehl angestellt habe, daß der Lieutenant Kleist um einen Paß einkam, um nach Nancy zu gehen, und daß er gestern Vormittag zu diesem Bestimmungsort abgereist ist. …

12./13. Jan. Die vier preußischen Offiziere, deren Anwesenheit in Berlin Sie mir angezeigt haben, sind von dort den gleichen Tag um drei Uhr Nachmittag abgereist. Sie hatten gerade die Herberge verlassen, als ich nach ihnen schickte, so daß ich Ihnen nicht sagen kann, ob der Lieutenant Kleist derjenige ist, der von Ihnen eine Marschroute erhielt, um sich nach Frankreich zu begeben, aber es scheint nach Prüfung eines Registers, daß er nicht der gleiche ist, der den Befehl erhielt, sich nach Nancy zu begeben. [französ.]

(Sembdners Quelle: Ruffet,Jean: l'affaire Kleist. In: Revue de l'Institut Napoléon 133. Paris 1977, S. 178)

[Anmerkung Sembdner: »Als am 28. Jan. zum drittenmal ein Hr. v. Kleist zusammen mit zwei weiteren ›angeblich entlassenen Offizieren‹ als einpassiert gemeldet wurde, schlug man Alarm und verhaftete alle drei, um sie in Fraukreich zu internieren.« – Sembdner, Helmut: Heinrich von Kleists Lebensspuren. Die Geschichte einer nützlichen Edition. In: Beiträge zur Kleist-Forschung 1993, S. 40-48 (Sembdner, Helmut: I[n] S[achen] K[leist], S. 382-391)]


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